Oberfähnrich Paul Curt Cullmann

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Oberfähnrich Paul Curt Cullmann

Oberfähnrich Paul Curt Cullmann

Paul Curt Cullmann wurde am 02.09.1912 in Tiefenstein bei Koblenz geboren.

Er trat am 19. April 1940 in die Wehrmacht ein. Von der 214. Infanteriedivision kommend wurde er am 07.11.1943 zum Stab der 260. Infanteriedivision versetzt. Er wurde als Oberfähnrich zum stellvertretenden Schwadronsführer in der 2. Schwadron des Divisions-Füsilier-Bataillon 260 (Das II. Bataillon / Grenadierregiment 351 wurde im Oktober 1943 zum Divisionsfüsilierbataillon 260).

Am 30.04.1944 ging der Vorschlag zur Verleihung des Ritterkreuzes beim Heerespersonalamt ein. In den Kämpfen zwischen Dnjepr und Tschaussy blieb Oberfähnrich Cullmann trotz dreimaliger Verwundung bei seinen Füsilieren. Wo der Feind einbrach warf ihn der tapfere Soldat der Spitze seiner Männer im Gegenstoß zurück. Am vierten Kampftag erlitt er im Nahkampf die vierte, diesmal tödliche Verwundung.

Das die Höhe als Eckpfeiler der Front gehalten wurde, war in erster Linie dem vorbildlichen Verhalten von Oberfähnrich Cullmann zu verdanken. Nach einer Karte zur Lage der 18. Panzergrenadierdivision vom 27.03. 1944 südostwärts Mogilew war sein Bataillon an der linken Divisionsgrenze bei Krassniza eingesetzt. Für seine mutige Tat wurde ihm als 3146. Soldaten der Wehrmacht am 09. Juni 1944 posthum das Ritterkreuz verliehen. Außerdem wurde er am 30.06.1944 posthum zum Leutnant der Reserve befördert.

Die Zeitung „Kreis Birkenfeld-Baumholder“ schrieb:

Der Führer hat dem Oberfähnrich Kurt Cullmann das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Die Verleihung erfolgte nach dem Heldentod. Kurt Cullmann war Idar-Obersteiner. Er wurde am 2. September 1912 geboren und war von Beruf Lehrer, zuletzt in Asweiler-Eitzweiler in der Bürgermeisterei Nohfelden. Wer in Idar-Oberstein etwas mit dem Sport, insbesondere mit dem Handball und Turnen zu tun hatte, wusste, wer Kurt Cullmann war. Er war in seiner Handballmannschaft ein stahlharter Spieler.

Am 19. April 1940 wurde er Soldat bei einer Infanterie-Ersatzeinheit in Polen. Den Kampf gegen die Sowjetunion machte er mit bis Kiew. Dort wurde er verwundet. Nach seiner Heilung war er zwei Jahre in Norwegen und kam im Herbst 1943 wieder nach dem Osten. Inzwischen hatte er einen Offizierslehrgang mitgemacht, hier waren auch seine Beförderungen erfolgt. Er war zuletzt Oberfähnrich und Zugführer in einer Schwadron und stand in den Kämpfen des Mittelabschnittes. Seine militärischen Auszeichnungen wurden ihm in ganz knappen Zwischenräumen verliehen.

Das eiserne Kreuz II. Klasse erhielt er im März. Schon wenige Tage später wurde ihm das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Nachdem der Schwadronsführer infolge Verwundung ausgefallen war, hatte er drei Tage lang gegen eine erdrückende Übermacht der Russen eine wichtige Höhe gehalten und dadurch vereitelt, dass der Feind seiner Division in die Flanke stoßen konnte, sodass der Division die Möglichkeit gegeben war, sich neu zu ordnen und Stellung zu beziehen.

Die Heimat, insbesondere wir Idar-Obersteiner, sind stolz auf diesen tapferen Sohn und nicht minder stolz werden seine Schüler sein, denen er allezeit ein leuchtendes Vorbild sein wird. Seine Tat wird ein besonders ehrenvolles Blatt in der Chronik der Heimat sein und wird in unser aller Andenken nie verblassen.

Auszeichnungen:

  • Eisernes Kreuz II. Klasse:17.03.1944
  • Eisernes Kreuz I. Klasse:  25.03.1944

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