Das Jahr 1944 – Dem Ende entgegen

Verpflegungstransport Anfang 1944

Verpflegungstransport Anfang 1944

Im Januar und Februar 1944 blieb es weiterhin ruhig, so dass sich die Division mit Neuaufstellungen und Ausbildung befassen konnte. Es wurde sich jedoch im Stellungskampf weiterhin abgetastet. Das vorher aufgeriebene Grenadierregiment 470 wurde Ende Januar wieder aufgestellt.

01. März 1944 – 20. Mai 1944
Die Division wechselte den Abschnitt mit der 31. Infanteriedivision und wurde damit rechter Flügel der 4. Armee und an der Nahtstelle zur 9. Armee in unübersichtliche Waldstellungen eingesetzt. Der Gefechtsstand befand sich in Judino. Neben dem Ausbau der Hauptkampflinie wurden weiterhin erfolgreich Stoßtrupps eingesetzt. Das Tauwetter setzte ein und macht größere Bewegungen unmöglich.

Der Kommandeur der Division, Generalmajor Schlüter, wurde auf der Fahrt in den Heimaturlaub am 21. April durch Partisanen schwer verwundet und verlor einen Arm. Sein Nachfolger wurde Generalmajor Klammt am 10.Mai 1944.

21.Mai 1944 – 24. Juni 1944
Die Division verlegte per Eisenbahntransport in den Raum Orscha – Gorki – Mogilew im

Im Graben - Angang Sommer 1944

Im Graben – Angang Sommer 1944

Austausch gegen die 56. Infanteriedivision. Der Stab befand sich jetzt im Süden von Schischewo, später in Krassulino – Jurowka. Entlang der Hauptkampflinie war jetzt das XXVII Armeekorps eingesetzt. Es bestand aus: 110. Infanteriedivision – 260. Infanteriedivision – 25. Panzergrenadierdivision78. Sturmdivision.

Das Infanterieregiment 480 wurde der 78. Sturmdivision, die beiderseits der Rollbahn eingesetzt war, unterstellt. In dieser Stellung verteidigte die Division bis zum 26. Juni 1944.

Am 20. Juni 1944 hatte die Division noch eine Stärke von 2.554 Soldaten. Die Breite des Abschnittes, den die Division verteidigen muss beträgt 32 Kilometer (das bedeutet auf einen Kilometer Front stehen 80 Soldaten!!!)

Fatale Fehleinschätzungen der sowjetischen Operationsabsichten führten dazu, dass die deutschen Kräfte hoffnungslos unterlegen waren. Da man im Führerhauptquartier noch immer glaubte das im Mittelabschnitt nur ein Scheinangriff erfolgen sollte, wurden bedeutende Teile der Heeresgruppe verlegt. So wurde z.B. Ende Mai 1944 auf Befehl des Oberkommandos des Heeres das LVI. Panterkorps an die Heeresgruppe Nordukraine abgegeben. Damit verlor die Heeresgruppe Mitte 88 % ihrer Panzer, etwa die Hälfte ihrer Jagdpanzer, 23 % der Sturmgeschütze und ein Drittel der Heeresartillerie!

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